Die Selbstanzeige § 371 AO bei Steuerhinterziehung wurde auf Grund der Schwarzgeldaffäre von deutschen Unternehmen auf Schweizer Konten ins Rollen gebracht. Dieses Thema haben wir zum Anlass genommen, um Ihnen hier in wenigen Schritten zu erklären, wie Sie bei einer Selbstanzeige vorgehen sollten und wann der Zeitpunkt dafür gekommen ist.


Wer sollte eine Selbstanzeige machen?

Selbstanzeige Steuerhinterziehung Wenn Sie in der Vergangenheit mit Vorsatz Steuern hinterzogen haben - also dem Finanzamt ganz bewußt Daten über Ihre Einkommensverhältnisse verheimtlicht haben – dann sollten Sie eine Selbstanzeige machen.

Vorallem wenn zu befürchten ist, dass das Finanzamt eventuell auf versteckte Konten oder Einnahmen aufmerksam wird.



Wie muss bei einer Selbstanzeige vorgegangen werden?

Selbstanzeige Steuerhinterziehung Diesbezüglich gibt es keine vorgefertigten Formulare oder Anweisungen, die einzuhalten sind. Am Bestens ist es, wenn Sie sich an einen Steuerberater wenden, ihm die Situation schildern und gemeinsam mit ihm das Finanzamt informieren. Es genügt eine berichtigte Steuererklärung oder ein einfacher Brief, in dem Sie Ihren Fall und Ihr Vehlverhalten erklären.

Wichtig ist nur, dass Sie Ihre Angaben bzgl. der Steuer in einer Art berichtigen, dass es den Finanzbehörden ohne großen Aufwand und ohne größere Ermittlungen möglich ist, die zutreffende Steuer festzusetzen. Hier liegt eine erhöhte Fehlerquelle, denn eine unzureichende Angabe führt zu einer fehlgeschlagenen Anzeige und kann allenfalls noch eine strafmildernde Wirkung haben.


Bis wann muss eine Selbstanzeige getätigt werden?

Selbstanzeige Steuerhinterziehung Wichtig ist hier, dass Sie die Selbstanzeige machen, bevor das Finanzamt ein Verfahren einleitet, der Steuerprüfer bei Ihnen zu Hause war oder Sie die Information erhalten haben, dass gegen Sie ermittelt wird.

Das Finanzamt darf bezüglich einer Steuerhinterziehung noch keinen Verdacht geschöpft haben. Aber Vorsicht: Sie können davon ausgehen, dass sich das Finanzamt Ihre Steuerunterlagen genau ansieht, wenn Sie bekannt gegeben haben, dass Sie Steuern hinterzogen haben. Sie werden in Zukunft mit einer hohen Wahrscheinlichkeit unter Beobachtung stehen und mit regelmäßigen Prüfungen rechnen müssen.


Wie hoch wird die Strafe sein?

Selbstanzeige Steuerhinterziehung Wenn Sie rechtzeitig eine Selbstanzeige getätigt haben und den hinterzogenen Betrag fristgerecht eingezahlt haben, dann gehen Sie straffrei aus. Meistens wird hier nur ein Strafzins fällig. Die Nachzahlungsfrist wird von den Steuerbehörden meist zwischen 1 und 6 Monaten festgesetzt. Es ist auch unabhängig davon, wie hoch die Steuerhinerziehung bis zu diesem Zeitpunkt ist.

Es gelten immer die selben Regeln. Wenn Sie keine Selbstanzeige erstatten droht eine Geldstrafe oder eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen sogar bis zu zehn Jahren Haft.


Gibt es eine Verjährungsfrist?

Selbstanzeige Steuerhinterziehung Bei Steurhinterziehung gibt es eine Verjährungsfrist von zehn Jahren nach der letzten strafbaren Handlung. Wenn Sie also vor 11 Jahren eine Hinterziehung begangen haben, dann haben Sie heute nichts mehr zu befürchten.